Prosecco: Grundwissen & Arten

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Jeder hat doch schon einmal Prosecco – Sekt – getrunken, nur wissen Sie, dass es verschiedene Sorten gibt? Was genau haben Sie denn nun getrunken? Welcher Unterschied besteht denn zwischen Spumante und Frizzante? Um genau das herauszufinden, ist der nachfolgende Artikel da.

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
nachdem ich in den vergangenen Tagen immer öfter gefragt wurde, worin denn eigentlich die Unterschiede zwischen Spumante und Frizzante liegen, erkläre ich Ihnen heute genauer deren Unterschiede. Zudem wenn wir uns schon das Thema Schaumweine und Perlweine genauer unterhalten, möchte ich Ihnen auch ein paar Informationen über Prosecco mit auf den Weg geben.

Falls ich Sie mit meiner kleinen Einleitung neugierig machen konnte, wünsche ich Ihnen viel Freude an unserem heutigen Artikel. Über konstruktive Kommentare oder auch Fragen in der Kommentarsektion würde ich mich sehr freuen.

 

Schaumweine:

 

Ich denke jeder von uns hat schon einmal bei einem vergangenen Restaurantaufenthalt ein Gläschen Sekt getrunken. Wurden Sie von Ihrem Kellner damals aufgeklärt was man Ihnen vorweg als Aperitif  angeboten hat? War es ein Gläschen Prosecco ( Spumante/ Frizzante ) oder auch ein Winzersekt oder doch gleich ein Champagner? Bevor wir weiter in die Thematik eintauchen möchte ich das ganze vorweg gleich einmal auflösen. Alle aufgezählten Getränke sind einfach betrachtet Schaumweine wobei Champagner in der Regel qualitativ hochwertiger produziert sein sollte wie ein „einfacher“ Perlwein. Ich bin jedoch mittlerweile sogar der Meinung, dass sehr gute Winzersekte  auch aus Deutschland auf einer Ebene mit durchschnittlichen Champagnern stehen. Nun gut das jedoch sei dann doch jedem selber überlassen und um aber wieder auf die Thematik zurück zu kommen, beginnen wir nun mit dem Unterschied von Spumante und Frizzante.

 

Der Unterschied von Spumante und Frizzante:

 

Beide Begriffe stammen aus dem Italienischen. Frizzante bedeutet Perlwein und Spumante steht für Schaumwein.

Die darin enthaltene Kohlensäure wird entweder einfach zugesetzt oder klassisch durch einen zweiten Gärvorgang in die Flasche gebracht. Den genauen Herstellungsprozess eines klassischen Schaumweines ob Spumante oder Frizzante, werde ich in einem weiteren Artikel genauer erläutern.

Wann darf sich ein Wein Schaumwein / Perlwein nennen und wie sind die Regelungen mit der Kohlensäure?

 

Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass ein Perlwein mindestens 1 Bar und maximal 2,5 Bar Kohlensäureüberdruck in der Flasche enthalten darf.

Spumante also Schaumwein hingegen muss Minimum 3 Bar Überdruck enthalten. Der Überdrück in der Flasche erfolgt durch das gelöste Kohlenstoffdioxid. Wenn das Kohlenstoffdioxid lediglich durch einen zweiten Gärprozess zustande gekommen ist und nicht anderweitig zugesetzt worden ist sowie alle sonstigen Anforderungen erfüllt sind, dann darf sich der Wein auch Schaumwein nennen.
Ob die Kohlensäure dabei im Tank/ Großbehälter (Transvasierverfahren) oder durch die traditionelle Flaschengärung entstanden ist spielt dabei keine Rolle. Der erhöhte Überdruck sorgt natürlich auch für ein kräftigeres Prickeln des Proseccos.

Übrigens die klassische/ traditionelle Flaschengärung welche auch Verwendung bei der Champagnerherstellung findet, ist seit dem Jahr 2015 UNESCO Weltkulturerbe.

 

Anschließend wie versprochen erkläre ich Ihnen alles was ein wahrer Weinkenner über den alt bewährten Prosecco wissen sollte.

 

Prosecco ist ebenso ein Schaumwein welcher größtenteils aus der Rebsorte „Glera“ hergestellt wird. Warum ich schreibe, dass der Prosecco „nur“ größtenteils aus Glera besteht finden Sie weiter unten.

Zusätzlich muss der Wein aus den Provinzen Venetien oder Friaul-Julisch Venetien kommen, sodass der Winzer ihn letzten Endes als Prosecco etikettieren darf.
Kurz zu Ihrer Orientierung die Regionen grenzen direkt an Slowenien sowie Österreich und sind somit im Nordosten Italiens.
Das Prosecco Gebiet ist verhältnismäßig sehr groß mit circa Siebzehntausend Hektar. Das Geheimnis jedes Prosecco Winzers ist seine eigene Zusammenstellung da Minimum fünfundachtzig Prozent des Weines aus der Rebsorte Glera sein müssen.

Zusätzlich dürfen von dem Erzeuger Maximal fünfzehn Prozent von der Rebsorte Chardonnay, Pinot Grigio ( Grauburgunder ) oder Pinot nero (Pinot Noir – Spätburgunder) zugesetzt werden. Die Gesetzgebung wurde am 17. Juli 2009 vom italienischen Landwirtschaftsminister folgendermaßen geändert, sodass Prosecco nicht mehr der Name einer Traubensorte ( Glera ) ist sondern ausschließlich für eine geschützte Herkunftsbezeichnung darstellt.

Seit diesem Zeitpunkt erfreuen sich sämtliche Prosecco Erzeuger wieder an Ihrem ursprünglich guten Rufes. Bevor diese Änderung per Dekret beschlossen worden ist, wurde in ganz Italien schlussendlich Prosecco produziert da es ja „nur“ die Bezeichnung  eines Weines war welcher aus der Rebsorte Glera hergestellt worden ist weshalb der Markt zu dieser Zeit auch mehr als gesättigt war.

 

„Der Nachteil der Intelligenz beseht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen.“

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